Troubleshooten beim Autoimmunprotokoll

Gestern erwähnte ich es bereits auf meiner AIP-Facebookseite: Ich werde meine AIP-Ernährung leider noch weiter einschränken müssen, denn ich bin am Fehlersuchen und -beheben. Seit über 6 Monaten ernähre ich mich nun strikt nach dem Autoimmunprotokoll und es geht mir wesentlich besser als vorher. Die zwei Hauptpunkte, die sich verbessert haben: Meine Magen-Darm-Beschwerden durch mein Reizdarmsyndrom und meine Stimmung. Ich bin immer noch unglaublich zuversichtlich, dass das Autoimmunprotokoll der richtige Weg für mich ist und ich danke Gott dafür, dass ich es gefunden habe. Desweiteren werden meine Regelblutungsabstände kürzer und regelmäßiger, ich habe weniger Regel- und Kopfschmerzen. Auch der Juckreiz durch meine Haut-Autoimmunerkrankungen ist besser geworden. Dennoch sind meine AIs noch nicht zum Stillstand gekommen und ich habe jeden Abend einen Blähbauch. Mal mehr, mal weniger. Seit ein paar Wochen werde ich von einer ganzheitlichen Ärztin betreut, die sich mit dem Autoimmunprotokoll auskennt. Gemeinsam haben wir meine Mikronährstoffmängel aufdecken können und werden diese nun beheben. Außerdem wollen wir nun daran arbeiten, meine Magenschleimhaut wieder aufzubauen und ich werde beginnen Pankreasenzyme zu mir zu nehmen, die die Verdauung fördern sollen. Des Weiteren werde ich anfangen zu meditieren und eine Low-FODMAP-Diät ausprobieren. Dies scheint indiziert aufgrund meines Reizdarmsyndroms und des immer noch bestehenden Blähbauchs.
Wenn man sich die Liste der bei einer Low-FODMAP-Diät auszuschließenden Lebensmittel durchliest, dann liest es sich wie das WHO IS WHO meiner liebsten AIP-Nahrungsmittel. Deshalb stelle ich mir diese zusätzliche Einschränkung schwierig vor. Andererseits freue ich mich aber auch auf die gesundheitlichen Fortschritte, die ich mit Hilfe der Low-FODMAP-Diät erzielen kann.
Falls auch ihr beim Troubleshooten über das Thema Low-FODMAP stolpert, habe ich hier eine Liste für euch mit denjenigen Lebensmitteln, die im Autoimmunprotokoll erlaubt sind, bei einer Low-FODMAP-Diät jedoch gemieden werden sollten:

Gemüse Obst Andere Lebensmittel
Artichoke

Avocado

Blumenkohl

Broccoli

Butternusskürbis

Chicory-Wurzel

Fenchel

Kaiserschoten

Knoblauch

Kohl

Kokosnuss (auch Kokosnussmilch)

Lauch/Porree

Löwenzahn

Okra

Pilze

Radicchio-Salat

Rosenkohl

Rote Beete

Schalotten

Spargel

Stangensellerie

Süßkartoffel

Topinambur

Zucchini

Zuckerschote

Zwiebeln

Apfel

Aprikose

Banane

Birnen

Blaubeere

Brombeere

Datteln (frisch)

Feigen (frisch)

Fruchtsäfte (auch nicht im Gulasch?)

Grapefruit

Größere Mengen Obst pro Mahlzeit (vermutlich ab 100g)

Guave

Honigmelone

Khaki

Kirschen

Kiwi

Lychee

Mango

Nektarinen

Pfirsiche

Pflaume

Rambutan-Frucht

Trockenfrüchte

Wassermelone

Weintrauben

Honig

Ein weiterer Punkt, der beim Troubleshooten in Frage kommt, ist die Suche nach Fehlbesiedlungen (z.B. durch Candida oder eine Dünndarmfehlbesiedlung), nach Parasiten (z.B. Würmer oder H. Pylori) und nach zurückliegenden Infektionen (z.B. Borreliose).

Ich werde euch auf dem Laufenden halten, wie es bei mir voran geht. Gerade auch die Frage nach Supplementen u.Ä. mit verträglichen Zusatzstoffen werde ich in einem meiner nächsten Posts thematisieren.

Bis dahin wünsche ich euch ganz viel Erfolg mit dem Autoimmunprotokoll.

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2 Gedanken zu „Troubleshooten beim Autoimmunprotokoll

  1. Doro

    Hi! Mit FODMAPs habe ich auch so meine Probleme, allerdings halte ich deine Liste hier für ganz schön streng! Verträgst du so etwas wie Bananen nicht? Die haben nämlich ein Fruktose-Glukose Verhältnis von 50:50, das geht deswegen für die meisten. Auch Fenchel und Butternut wird von vielen gut vertragen (bei Fenchel stellen eher die Fasern ein Problem dar, ich safte ihn mir deswegen am ehesten). Das beste ich eh, wenn man für sich selbst genau austestet, was geht, da ist jeder irgendwie sehr verschieden. Mir haben Probiotika außerdem total geholfen in Bezug auf meinen Reizdarm, ohne könnte ich echt nicht mehr leben. Ich fände den Gedanken schade, unnötig Lebensmittel zu streichen, wo man doch eh schon so eingeschränkt ist. Noch alles Gute für deinen Gesundungsweg,
    Doro

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    1. susannautoimmunpaleo Autor

      Liebe Doro,
      vielen Dank für deine Tipps. Da ich kurz nachdem ich mit der Low-FODMAP-Ernährung anfangen wollte festgestellt habe, dass ich schwanger bin, konnte ich bisher noch nicht auf FODMAPS verzichten, da dies in Schwangerschaft und Stillzeit eine zu große Einschränkung wäre. Es gibt zum Thema Low-FODMAP ganz verschiedene Listen, ich habe mich nach einigen Recherchen nach den Empfehlungen von Christina Feindel richten wollen und diese Liste findet sich auch auf meinem Blog. Christina hat ein Buch zum Thema geschrieben namens „28 Days of Low FODMAP AIP“. Das Buch und Christinas Blog sind auch Paleo Mom (Sarah Ballantyne) „geprüft“. Aber low-FODMAP + AIP ist natürlich generell sehr einschränkend und hier muss jeder selber entscheiden, nach welchen Empfehlungen er sich richten möchte.

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