Grundpfeiler des Autoimmun-Protokolls

Die Bekanntheit des Autoimmun-Protokolls scheint in letzter Zeit anzuwachsen, doch immer wieder tauchen in Selbsthilfegruppen die selben Fragen und Probleme auf. Dabei wird deutlich, allein das Weglassen bestimmter Lebensmittel ist es keinesfalls, was das Autoimmun-Protokoll ausmacht. Das ist es jedoch, was viele Menschen zunächst denken. Deshalb möchte ich hier für euch einmal die AIP-Grundpfeiler zusammenfassen, auf die ihr unbedingt achten solltet, damit ihr möglichst schnell, die positiven Effekte des Autoimmun-Protokolls auf euren Körper erleben könnt.

  1. Verzicht auf nicht-AIP-konforme Lebensmittel

Ja, das ist der erste Grundpfeiler, aber keinesfalls der Wichtigste. Dennoch möchte ich hier noch einmal kurz zusammenfassen, worauf bei AIP verzichtet wird: Getreide (z.B. Weizen, Reis, Mais) und Pseudogetreide (z.B. Quinoa und Buchweizen), Milchprodukte, Pflanzenöle (außer Oliven- und Avocadoöl), Hülsenfrüchte, Zucker, Nachtschattengewächse, Eier, Nüsse, Samen, Alkohol, Süßstoffe, Zusatzstoffe, nichtsteroidale Entzündungshemmer (z.B. Ibuprofen, Aspirin).

  1. Nährstoffdichte:

Ein ganz wesentlicher Grundpfeiler bei AIP ist das Achten auf nährstoffdichte Lebensmittel. Dies spiegelt sich in verschiedenen Punkte wieder, die für das Autoimmun-Protokoll wesentlich sind:

  • Verzehr von 9 Tassen Gemüse pro Tag

  • Verzehr von Power-Foods.

An dieser Stelle sei ganz deutlich gesagt, der Verzehr von jeder Menge Gemüse ist Grundlage des AIP. Da in den USA Gemüse in cups, also Tassen gemessen wird, ist hier die Rede von 9 Tassen Gemüse pro Tag. Das Ganze klingt zwar etwas seltsam, aber im Endeffekt kann man sich ja doch etwas darunter vorstellen. Wer es ganz genau wissen will, findet im AIP-Grundlagenbuch „The Paleo Approach“ von Sarah Ballantyne eine Liste, in der zu jedem Gemüse steht, wie viel Gramm eine Tasse genau sind. Aber so genau muss man es sicher nicht nehmen, es sollte einem aber klar werden, jede Mahlzeit sollte vor allem aus jeder Menge Gemüse bestehen. Dieses Gemüse sollte zudem in allen Farben des Regenbogens konsumiert werden, denn jede Farbe weißt auf andere Nährstoffe hin. Terry Wahls empfiehlt im AIP-Grundlagenbuch „Multiple Sklerose erfolgreich behandeln – mit dem Paläo-Programm“ den Konsum von 3 Tassen grünem Gemüse, 3 Tassen buntem Gemüse (rot, orange, gelb etc.) und 3 Tassen goitrogenem Gemüse (z.B. Broccoli, Blumenkohl, Kohlrabi). Sarah Ballantyne empfiehlt vor allem 3 Tassen grünes blättriges Gemüse und der Rest solle bunt gemischt sein.

Diese Empfehlungen überraschen einige, die mit dem AIP gerade erst beginnen, denn durch das Weglassen so vieler Gemüsesorten wie der Nachtschattengewächse und der Hülsenfrüchte scheint bei einigen der Eindruck zu entstehen, dass Gemüse gemieden werden sollte. Dem ist aber keinesfalls so. Hinzu kommt, dass einige AIP noch mit low-FODMAP ergänzen müssen oder individuelle Nahrungsmittelunverträglichkeiten berücksichtigen müssen. Dennoch darf dies keinesfalls zur Reduzierung des Gemüsekonsums führen. Selbst wenn nach Ausschluss aller nicht-AIP-konformen Lebensmittel und der Kombination mit individuellen Nahrungsmittelunverträglichkeiten nur noch Süßkartoffeln, Kochbananen und Broccoli übrig bleiben, müssen diese dann in ausreichendem Maße konsumiert werden, sodass ihr auf 9 Tassen Gemüse pro Tag kommt. Dabei sollte das Gemüse anfangs möglichst gekocht sein, da dies mögliche Verdauungsprobleme reduziert.

Des Weiteren ist der Verzehr sogenannter Power-Foods, also ebenfalls besonders nährstoffdichter Lebensmittel wichtig. Dazu zählen vor allem Innereien, Fisch und Meeresfrüchte.

Während wir es in unserer heutigen Gesellschaft gewohnt sind, dass das Einzige was zählt die Kalorien, der Fett- und Zuckergehalt sind, muss bei AIP umgedacht werden. Am allerwichtigsten ist, dass euer Körper jeden Tag alle Nährstoffe in ausreichendem Maße zugeführt bekommt. Um zu überprüfen, ob ihr dies mit Hilfe eurer Ernährung schafft, empfehle ich euch www.cronometer.com. Eine kostenlose, englische Website, in der angegeben ist, wieviel Nährstoffe pro Tag aufgenommen werden sollten. Dort tragt ihr alle konsumierten Lebensmittel ein, so erhaltet ihr einen guten Überblick, bei welchen Nährstoffen es mangelt und könnt eure Ernährung daraufhin optimieren.

Neben den bereits genannten Power-Foods gibt es noch Fermente und Knochenbrühe als Power-Foods. Auch diese sollten bei Veträglichkeit konsumiert werden, da sie den Magen-Darm-Trakt heilen und für eine gesunde Magen-Darm-Flora sorgen.

  1. Nicht mehr als 20g Fructose pro Tag

Ein weiterer Irrglaube, der immer mal wieder auftaucht, ist, dass man bei AIP viel Obst konsumieren müsse oder solle. Dem ist nicht so. Zwar sind alle Obstsorten erlaubt, jedoch gilt Fructose als körperschädigend, sodass nicht mehr als 20g Fructose pro Tag konsumiert werden sollen. Je nach gewähltem Obst kann dies bedeuten, dass man 1 Stück Obst (z.B. einen Apfel) oder 3 Portionen Obst pro Tag konsumieren kann (z.B. 3x 100g Blaubeeren). Dabei sollte man beachten, dass auch Gemüse Fructose enthält. Auch hier kann ich euch cronometer.com empfehlen, um euch einen Überblick zu verschaffen, wie viel Fructose ihr pro Tag zu euch nehmt.

  1. Protein

Ein weiterer Grundpfeiler von AIP ist der ausreichende Konsum von Protein. Das Protein bei AIP kann dabei nur aus Fleisch oder Fisch/Meerestieren stammen, da keine weiteren Proteinquellen wie Soja, Eier, Käse o.Ä. erlaubt sind. Wer kein Fleisch essen mag, kann sein Protein allein aus Fisch und Meerestieren beziehen. Dabei empfiehlt die Paleo-Mom ca. 1g Protein je kg Körpergewicht pro Tag. Das heißt, dass eine Frau die 57kg wiegt beispielsweise 130g Lachs und 100g Hack essen könnte und damit ihren Tagesbedarf an Protein gedeckt hätte. Mehr Protein ist natürlich erlaubt, ich möchte damit nur verdeutlichen, dass Paleo keinesfalls so fleischlastig ist, wie es teilweise in den Medien dargestellt wird. Tatsächlich isst man wie bereits erwähnt vor allem jede Menge Gemüse und im Vergleich dazu wesentlich weniger Protein.

  1. Verhältnis von Omega 3 zu Omega 6

Ein weiterer Grundpfeiler des Autoimmun-Protokolls ist das Verhältnis von Omega-3 zu Omega-6-Fettsäuren. In der westlichen Ernährung wird momentan übermäßig viel Omega-6 konsumiert, was jedoch entzündungsförderlich ist. Omega-6-Fettsäuren sind dennoch ein essentieller Teil unserer Ernährung, es sollte jedoch ein Verhältnis von 1:1 bis 1:3 angestrebt werden. Dies ist vor allem durch den Konsum von fettigem Fisch (z.B. Lachs) und von Tierfleisch aus Weidehaltung zu erreichen. Fettiger Fisch sollte dabei mindestens 4 Mal pro Woche auf eurem Speiseplan stehen, je nach sonstiger Ernährung auch noch häufiger. Auch das Omega-3 zu Omea-6-Verhältnis könnt ihr mit Hilfe von cronometer.com überprüfen.

  1. Zusammenstellung des Essens

Gerade am Anfang solltet ihr versuchen, dass jede Mahlzeit aus Gemüse, etwas Protein und Fett besteht. Dies hilft eurem Körper, die Insulinausschüttung zu regulieren, was einen wichtigen Aspekt des Autoimmun-Protokolls darstellt. Besonders beim Frühstück ist dies für viele ungewohnt. Dennoch empfiehlt es sich hier umzudenken und auch das Frühstück genau wie jede andere Mahlzeit zu konzipieren. Nichts spricht gegen Knochenbrühe mit Fleisch und Gemüse am Morgen oder ein Stück Lachs mit Süßkartoffeln und Mangold.

  1. Lebensmittelqualität

Essentiell ist außerdem die Qualität der Lebensmittel. Hier stößt man leider finanziell teilweise an seine Grenzen, aber es sollte versucht werden, Gemüse und Obst nur in Bioqualität zu konsumieren, um dem Körper die Pflanzenschutzmittel zu ersparen. Bei tierischen Produkten ist dies noch essentieller. Fleisch aus Massentierhaltung sollte gemieden werden, da die Tiere nicht nur leiden, sondern die Antibiotika-Gabe sich negativ auf den eigenen Körper auswirkt. Antiobiotika zerstören eine gesunde Magen-Darm-Flora, die jedoch essentiell für das Gesunden des Körpers ist. Hinzu kommt die Ernährung der Tiere mit genmanipuliertem Soja und Getreide. All die so von den Tieren konsumierten Schadstoffe lagern sich im Fleisch und vor allem im Fett an. Auf den Verzehr von Massentierhaltungsfleisch sollte deshalb möglichst verzichtet werden. Zu bevorzugen ist Fleisch aus Biohaltung, noch besser ist jedoch Fleisch aus Weidehaltung, da diesen Tieren meist kein Getreide und Soja gefüttert wird. Dass sich die Ernährung der Tiere auf das Fleisch auswirkt, zeigt sich auch daran, dass das Omega-3 zu Omega-6 Verhältnis bei Tieren aus Weisehaltung wesentlich besser ist. Fleisch aus Weidehaltung ist vor allem von Rindern und Lämmern zu beziehen. Dabei lohnt es sich finanziell, 1/8 oder ¼ Rind von einem Bauern des Vertrauens (z.B. Galloway-Züchter, die ihre Tiere nur auf der Weide halten) zu beziehen. So konsumiert man nicht nur nose-to-tail, was für die Nährstoffdichte wichtig ist, sondern zahlt dabei häufig nur wenig mehr als andere Menschen für Filetstücke aus Massentierhaltung. Für die Aufbewahrung muss man sich dann natürlich eine große Kühltruhe anschaffen. Der Fleischer zerlegt das Fleisch dann für einen.

Für wen dies nicht in Frage kommt, der sollte sich umschauen nach Fleisch aus Weidehaltung. Es gibt bestimmte bäuerliche Erzeugergemeinschaften, die ihre Tiere so halten und auch in Supermärkten wie Aldi und Rewe finden sich durchaus einzelne Produkte von Lämmern und Rindern aus Weidehaltung. Dazu müssen die Label der Produkte gelesen werden. Auch Wildfleisch ist eine gute Option, es sei denn, die Tiere kommen aus Farmzuchten.

Besonders beim Konsum von fettigem Fleisch und von Schmalz und Talg sollte keinesfalls auf Produkte aus Massentierhaltung zurückgegriffen werden, da sich im Fett die Schadstoffe anlagern.

Bei Fisch sollte versucht werden möglichst viel Fisch aus Wildfang zu essen. Wildlachs gibt es z.B. eingefroren in vielen Sußermärkten sehr günstig zu kaufen.

  1. Lebensstil

Der letzte Punkt ist der allgemeine Lebensstil. Natürlich kann man nicht alles gleichzeitig angehen. Am Anfang sollte erstmal die Umstellung der Ernährung stehen. Allein dies stellt einen häufig vor sehr viele Herausforderungen, sodass man nicht zugleich auch noch alle anderen Aspekte im Leben optimieren kann. Dennoch sollte an dieser Stelle erwähnt werden, dass man nach und nach auch am allgemeinen Lebensstil arbeiten muss. Dazu zählt, dass ausreichend geschlafen werden muss (9 Stunden werden empfohlen), dass man sich täglich mindesten 30 Min. an der frischen Luft bewegen sollte (das Sonnenlicht unterstützt die wichtige Vitamin D-Produktion und die Bewegung ist wichtig für den Körper) und Stressabbau sollte fokussiert werden (z.B. durch Meditation). Des Weiteren braucht man gute Ärzte, die einen unterstützen und nach weiteren Störfaktoren suchen (z.B. nach Infektionen, Fehlbesiedlungen, Erkrankungen, Nährstoffmängeln, Hormonimbalancen etc.).

Was tun, wenn die Unterstützung fehlt?

Die Paleo-Mom und auch viele andere BloggerInnen empfehlen, sich als AIPler ein Unterstützer-Netzwerk aufzubauen. Dazu gibt es inzwischen zahlreiche Foren und Facebook-Gruppen, in denen sich AIPler mit Rat, Tat und einem offenen Ohr zur Seite stehen. Doch mindestens genau so wichtig ist, dass man von seinem nächsten Umfeld unterstützt wird. Immer wieder lese ich in AIP-Gruppen, dass dies bei einigen nicht der Fall ist. Zuletzt las ich von einer jungen Frau, deren Ehemann ihre gesundheitlichen Probleme auf die Ernährungsumstellung zu AIP schiebt. Sie selber sagt, dass sie durch AIP viele Verbesserungen erfahren hat, aber noch lange nicht geheilt ist. Es fällt ihr schwer, mit den Zweifeln ihres Mannes umzugehen und sie hat das Gefühl, dass er der Meinung ist, dass sie selber ihre Beschwerden verursacht hat – durch AIP.

Viele von uns kennen diesen Zustand, in dem es einem zwar wesentlich besser geht als zuvor, aber man immer noch nicht wirklich gesund ist. Vor ein paar Tagen las ich mir „meine AIP-Erfahrungen“ durch und musste selber feststellen, dass das alles nicht besonders gesund klingt für einen Außenstehenden. Ich berichte dort, dass ich noch immer Reizdarm-Beschwerden habe, z.B. Übelkeit und einen Blähbauch, dass ich noch immer Haarausfall habe und und und. Jemand der gesund ist, mag nun denken: Warum tut die sich diese Ernährungsweise an? Es scheint ihr doch immer noch schlecht zu gehen. Manche mögen sogar denken: Es ginge ihr bestimmt besser, wenn sie sich „normal“ ernähren würde. Ich hingegen habe das Gefühl, dass mein Leben endlich wieder lebenswert ist. Nach Jahren der Abwärtsspirale merke ich endlich, wie es aufwärts geht. Allein, dass ich nach über 4 Jahren meine Medikamente endlich weglassen konnte – durch AIP – verbessert meine Lebensqualität ungemein. Denn die Ärzte und auch sonst alle Menschen sagen einem schließlich ständig, wie schädlich die dauerhafte Einnahme von Medikamenten ist. Und aufgrund der Medikamente durfte ich nicht schwanger werden, was mich sehr belastete. Auch hatte ich Angst beim Übergang von der Uni ins Berufsleben aufgrund meiner Krankengeschichte Probleme zu bekommen. Nun weiß ich, dass ich vor dem Übergang meine Diagnose Reizdarmsyndrom tilgen kann, denn ich nehme nun schon seit einem 3/4 Jahr keine Medikamente mehr und kann somit meinem Arzt mitteilen, ich sei geheilt. Aber neben all den psychischen Aspekten, die wirklich einen großen Teil des Wohlbefindens und der Lebensqualität ausmachen, geht es mir auch körperlich viel besser. Ja, vielleicht habe ich noch einmal alle paar Tage ein wenig Übelkeit, aber früher hatte ich fast jeden Tag Übelkeit und dann meist über mehrere Stunden und manchmal eskalierte diese Übelkeit so stark, dass ich nicht mehr wusste, wie ich es aushalten soll. Heute hält sich die Übelkeit von der Stärke her in Grenzen. Außerdem hatte ich jahrelang Durchfall. Endlich ist er weg. Und ja, ich habe zwar einen Blähbauch, aber den hatte ich vorher auch. Jetzt ist er tendenziell größer, aber dafür fühlt er sich nicht unangenehm an. Früher hatte ich hingegen oft das Gefühl, einen Luftballon verschluckt zu haben. Außerdem habe ich durch Paleo endlich eine gute Ärztin gefunden, die meine ganzen Mängel und Beschwerden mit mir angeht. Ich habe also endlich Aussicht auf Heilung.

Wenn du bereits seit einiger Zeit AIP oder Paleo machst, geht es dir wahrscheinlich ähnlich. Du hast viele Verbesserungen erfahren, aber gesund bist du noch nicht. Dieser Zustand kann für Angehörige und Freunde schwer zu verstehen sein. Vielleicht sind sie selber gesund und halten dich mit deinen weniger gewordenen, aber immer noch vorhandenen Problemen keinesfalls für gesünder. Wenn du dann noch trotz AIP neue Beschwerden entwickelt hast oder neue, bessere Ärzte dich nun endlich ernst nehmen, aber damit auch zahlreiche neue Diagnosen stellen, dann kann dies zu Misstrauen und Unverständnis von Seiten der Familie führen. Auch wenn die Heilung sehr langsam verläuft, fragen sich manche Angehörige, ob es dass dann alles wert ist. Viele sind es durch die Schulmedizin gewohnt, dass Beschwerden von heute auf morgen verschwinden sollen. Dass die Beschwerden durch Medikamente dabei häufig nur unterdrückt werden, der Körper aber nicht geheilt wird, ist vielen dabei nicht klar. Was also tun, wenn man doch gerade in solch schwierigen Zeiten die Unterstützung von Freunden und Familie benötigt?

Ich denke, die einzige Lösung ist reden, reden, reden und sich öffnen. Als ich ganz neu mit AIP angefangen hatte und nur in einer Unterstützergruppe Mitglied war, war dort ein Post einer Frau zu lesen, die die Gruppe verließ, vorher jedoch noch ihr Entsetzen über AIP zum Ausdruck bringen wollte. Anscheinend hatte sie seit einiger Zeit in der Gruppe mitgelesen. Wer Mitglied einer AIP-Facebook-Gruppe ist, weiß, dass viele Mitglieder ihre Beschwerden dort diskutieren. Es geht in AIP-Gruppen also größtenteils um Krankheiten. Außerdem achten viele AIPler stark auf ihre körperlichen Reaktionen aufgrund der Ernährungsumstellung. Für jemanden, der selber gesund ist, mag das alles sehr befremdlich sein. Diese Ernährung soll gesund machen? mag man sich fragen. Aber man darf nicht vergessen, dass man es hier mit einer Gruppe von erkrankten Menschen zu tun hat. Und vermutlich sogar mit einer Gruppe von Menschen, die einen absoluten Tiefpunkt erlebt hat, denn nicht jeder Autoimmunerkrankte ist bereit, seine Ernährung auf AIP umzustellen. Meist tut man es erst, wenn man verzweifelt ist. Was also würden diese Menschen berichten, wenn sie nicht dem Autoimmun-Protokoll folgen würden? Vermutlich wesentlich Schlimmeres, als das in den AIP-Gruppen geteilte. Wenn man vorher 10 Symptome hatte, die das Leben einschränkten und nun auf einmal nur noch 5, so kann sich dies für unsereins schon fast gesund anfühlen. Für jemanden, der hingegen keine Krankheitsliste hat, klingt es äußerst ungesund. Wir müssen uns also in die Gedanken und Gefühle unserer Mitmenschen hineinversetzen und ihnen unser Erleben mitteilen. Das kann hart sein, denn häufig teilt man gerade den Menschen, die einem am Wichtigsten sind, nicht mit, wie schlecht es einem wirklich ging bzw. geht. Das heißt, während man selber einen psychischen und physischen Tiefpunkt erlebt hat, hat unsere Umwelt dies wahrscheinlich nicht so stark wahrgenommen. Und für sie kommt die Ernährungsumstellung damit quasi aus dem Nichts. Wenn man nun durch die neue Ernährung auch noch gezwungen wird, anderen konkreter mitzuteilen, wie die Beschwerden sind, kann es sein, dass es für die Außenwelt so wirkt, als sei der Tiefpunkt erst nach der Umstellung gekommen. Hier hilft also nur, sich verletzlich zu zeigen und die Wahrheit zu sagen: Stellt Vergleiche auf zwischen dem wie ihr euch am Tiefpunkt gefühlt habt und wie ihr euch jetzt fühlt. Das kann hart sein, denn manche Gedanken oder körperlichen Symptome, die man am Tiefpunkt hatte, traut man sich nicht zu teilen. Aber genau diese Offenheit wird Verständnis beim Gegenüber bewirken. Meine Mutter hadert beispielsweise immer mal wieder mit meiner Ernährung. Ich weiß, dass sie es tut, weil sie das Beste für mich möchte und weil sie merkt, dass mich AIP stark einschränkt und einen Großteil meiner Zeit beansprucht. Also sagt sie beispielsweise „Aber Essen soll doch auch Spaß machen.“ Dann sage ich ihr, dass AIP durchaus lecker sein kann und dass es zwar zeitaufwendig ist, es mir das aber wert ist, wenn ich mich dafür körperlich gesund fühle und endlich wieder positiv in die Zukunft schaue. Dann erzähle ich ihr, wie viele Sorgen ich mir vor AIP um meine Zukunft gemacht habe: Kann ich jemals Kinder bekommen? Werde ich einen Job bekommen? Kommen immer weitere Beschwerden hinzu? Und als Vergleich erkläre ich ihr, wie glücklich ich jetzt bin, eine Lösung gefunden zu haben, bei der ich nicht nur Symptome unterdrücke und dafür Nebenwirkungen und Langzeitfolgen in Kauf nehme, sondern nun merke, wie mein Körper immer gesünder wird. Auch sage ich ihr, dass ich früher zwar Spaß am Essen hatte, aber dafür teilweise nicht mehr am Leben, denn durch den fehlenden Einfluss auf meine Gesundheit habe ich mich meinen Beschwerden hilflos ausgeliefert gefühlt. Auch nenne ich ihr Beschwerden, die ich sonst hätte, z.B. Juckreiz, Durchfall oder extreme Übelkeit. So ziehe ich sie immer wieder auf meine Seite, denn ich brauche ihre Unterstützung. Schwierig ist es auch, wenn sie nach meinen Beschwerden fragt und ich ihr weiterhin Beschwerden aufzählen muss. Dann stellt sie manchmal in Frage, ob die Ernährung denn wirklich hilft. Sie sagt dann „Ich dachte die Reizdarmbeschwerden wären alle weg“ und klingt enttäuscht. Dann erkläre ich ihr den Unterschied: Dass ich nun endlich keine Medikamente mehr nehmen muss und es mir trotzdem besser geht als mit Medikamenten, dass der Juckreiz fast ganz weg ist, dass ich bestimmte Sachen wieder machen kann, die ich vorher nicht machen konnte. Ich erkläre ihr, dass mein Körper noch mehr Zeit zum heilen braucht, aber auf einem guten Weg ist und es mir schon so viel besser geht. Auch, dass meine Schwangerschaft nur dank AIP geklappt hat. Und irgendwann ist sie so überzeugt, dass sie sogar selber überlegt, Paleo mal auszuprobieren 😉

Also, traut euch, zeigt euch offen und erklärt den Unterschied. Manchmal hilft es auch, die wissenschaftlichen Hintergründe zu erläutern. Vor AIP sah auch ich viele Zusammenhänge nicht, die mir inzwischen bei anderen Erkrankten sofort ins Auge springen. Meine Schwägerin zum Beispiel hat Zölliakie, merkt dies jedoch kaum an Magen-Darm-Beschwerden. Stattdessen hat sie mit extremer Migräne zu kämpfen. Sie sieht den Zusammenhang nicht. Bei meinem Freund hingegen, der entweder auch Zölliakie oder eine Glutensensitivität hat – wir haben es nicht getestet, er hat einfach seine Ernährung umgestellt – zeigen sich inzwischen ganz klare Symptome nach dem Verzehr von Gluten, die er früher so nicht hatte. Heute wird ihm sofort schlecht, wenn irgendwo Gluten enthalten ist. Früher war er einfach nach jedem Essen extrem müde, hatte Hautverhornungen an den Oberarmen und fast täglich Sodbrennen. Sodbrennen, Hautverohornungen und Müdigkeit sind inzwischen fast komplett weg, aber die Übelkeit hat sich erst nach dem Weglassen von Gluten entwickelt. Das kann andere Menschen – und manchmal auch einen selbst – verwirren. Ist es nicht vielleicht ein Zeichen, dass man den Körper kränker gemacht hat, dass er jetzt bei Wiedereinführungen auf einmal auf Nahrungsmittel reagiert, die man vorher „problemlos“ essen konnte? Nun, tatsächlich war es vorher so, dass der Körper so überfordert war, dass er vollkommen wirre und häufig dauerhafte Symptome gezeigt hat. Durch AIP hingegen haben wir ihn so entlastet, dass er nun direkt anzeigen kann, wenn er ein Lebensmittel nicht verträgt. Dies kann sich durch Magen-Darm-Beschwerden, aber auch andere Symptome äußern. In „The Paleo Approach“ findet man die wissenschaftliche Erklärung für diese Reaktionen des Körpers. Solche Infos können Angehörigen helfen zu verstehen, dass es einem durch eine direkte Reaktion auf ein Lebensmittel keinesfalls insgesamt schlechter geht, sondern dass man endlich die wirren, scheinbar unzusammenhängenden Symptome ausgemerzt hat und nun lernen kann, die Unverträglichkeiten des Körpers zu erkennen und den Körper lange genug zu schonen, damit er diese Unverträglichkeiten unter Umständen wieder ablegt.

Ich wünsche euch, dass ihr jede Menge Unterstützung von euren Freunden und eurer Familie erhaltet!

Warum Abtreibung uns mehr wert sind als Geburten – oder: das Recht auf Selbstbestimmung!

Wer mit Autoimmunerkrankungen zu kämpfen hat, hat meist einige Erfahrungen mit Ärzten und Krankenhäusern gesammelt. In den wenigsten Fällen, waren diese Erfahrungen positiv. Für mich stand deshalb schon vor der Schwangerschaft fest, dass ich nicht in einem Krankenhaus entbinden möchte, es sei denn, es wäre aufgrund von Komplikationen unumgänglich. Momentan muss ich jedoch um eine außerklinische Geburt fürchten, aufgrund der Entwicklungen in der Geburtshilfe-Politik in Deutschland. Die Verhandlungen zwischen dem GKV-Spitzenverband und den Hebammen wurden abgebrochen, da der GKV evidenzlose Kriterien für den Ausschluß von Hausgeburten fordert. Warum uns das alle etwas angeht, erklärt dieser Blogbeitrag ganz wunderbar: https://ganzheitlichleben.wordpress.com/…/warum-abtreibung…/
Bitte unterschreibt die Petition https://www.change.org/p/geburt-darf-keine-privatleistung-w… wenn ihr das Selbstbestimmungsrecht der Frauen schützen wollt (sei es das eurer Töchter, eurer Schwestern, eurer Nachbarin…).

Leben:ganzheitlich

Zurzeit ist das Thema Hebammen und sichere Geburtshilfe wieder vermehrt in den Medien. Im Wechselspiel mit den sozialen Medien. Was ist passiert? Der Hebammenverband und der Spitzenverband der Gesetzlichen Krankenkassen haben ihre Vergütungsverhandlungen abgebrochen. Eigentlich nichts, was die Öffentlichkeit bewegen sollte. Wenn da nicht ein kleines „Aber“ wäre. Denn durch die Hintertür versuchen hier die Krankenkassen Frauen ihre Selbstbestimmung zu streichen. Keine Frau dürfte – wenn das durchkommt – ihren Geburtsort mehr selbst bestimmen. Zumindest wenn die Krankenkasse die Kosten übernehmen soll. Die Ausschlusskriterien dafür beruhen auf willkürlich scheinenden Festlegungen ohne jede wissenschaftliche Untermauerung. Einer der größten Aufreger ist, dass die Krankenkassen ab einem Tag nach Stichtag (ET+1) die Kosten für eine Hausgeburt nicht mehr übernehmen wollen. 60 Prozent der Kinder kommen nach dem Stichtag zur Welt, da eine Schwangerschaft natürlicherweise bis zu 42 Wochen dauern kann, der Stichtag aber in der 40. Woche liegt. Es ist auch kein Tag…

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Die Angst vor einer Ernährungsumstellung

Seit über 6 Monaten ernähre ich mich nun nach dem Autoimmunprotokoll. Ich erinnere mich noch an den Moment, als ich das erste Mal über AIP las. Einige Wochen zuvor war bei mir meine zweite Autoimmunerkrankung (beides Hauterkrankungen) diagnostiziert wurden und nun fanden sich auch noch Hautveränderungen an anderen, bisher nicht betroffenen Stellen meines Körpers. Ich war verzweifelt. Die Ärzte sagten mir, sie könnten mir nur mit Autoimmunsuppressiva helfen.

Als ich mich zu Hause diesbezüglich belas war ich schockiert, denn Autoimmunsuppresiva sind nun wirklich keine Kleinigkeit und haben jede Menge Nebenwirkungen. Sie sollten deshalb nur für eine kurze Zeit genommen werden, denn sie erhöhen unter anderem das Risiko für Krebs. Doch auch die anderen Nebenwirkungen sind keinesfalls ohne. Besonders Angst hatte ich vor einer Verstärkung meiner Magen-Darm-Beschwerden, die mir mein Leben aufgrund meines Reizdarmsyndroms sowieso bereits stark erschwerten. Ich hatte sie mit Hilfe von Medikamenten, Probiotika und Glutamin inzwischen halbwegs in den Griff bekommen und wollte keine erneute Verschlechterung riskieren. Nicht nur, weil ich mich endlich wieder gesund fühlen wollte, sondern auch, weil ich mir wünschte schwanger werden zu können, was aufgrund meiner Medikamente nicht möglich war. Ich hoffte also, dass sich mein Zustand so stark verbessern würde, dass ich meine Medikamente nach über 4 Jahren endlich absetzten könnte. Hinzu kam, dass am Ende meines Studiums eine sehr stressige Ausbildungszeit folgt, in der man sich beweisen muss. Aufgrund meiner gesundheitlichen Problemen bezweifelte ich seit Jahren, ob ich dazu in der Lage sein würde. Die Einnahme von Autoimmunsuppresiva schien meine Aussichten auf Gesundheit nicht wirklich zu erhöhen, denn nicht bloß, dass die Nebenwirkungen meinen Gesamtzustand verschlechtern könnten, nein, zusätzlich las ich in zahlreichen Foren, dass die Beschwerden nach Absetzen der Autoimmunsuppresiva meist zurückkamen. Ich brauchte also eine Alternative und durchsuchte wie wild das Internet. Es musste doch irgendeine andere Möglichkeit geben, schließlich bin ich erst 26 und möchte mein Leben endlich wieder in vollen Zügen genießen. Immer wieder traf ich auf das Thema Ernährung, aber die Aussagen verschiedener Menschen widersprachen sich und es gab jeweils keine Belege dafür, dass die vorgeschlagenen Ernährungsumstellungen helfen würden.

Ganz verzweifelt erzählte ich meinem Freund beim Lebensmitteleinkauf, dass ich mir unsicher sei, was ich überhaupt noch kaufen und essen solle. Mein Freund empfahl mir, mich über Paleo zu belesen, welches er aus Sportlerforen und Zölliakie-Foren kannte (er verträgt kein Gluten). Zu Hause setzte ich mich an den Rechner und belas mich zum Thema Paleo. Zunächst war ich skeptisch, schließlich wird Paleo als Steinzeit-Diät beworben. Sollten die Steinzeitbewohner wirklich gesünder gewesen sein als wir? Davon war ich nicht überzeugt. Doch dann kam ich auf die Idee Autoimmunerkankung und Paleo gemeinsam zu googeln und traf auf das Autoimmunprotokoll. Von da aus fand ich zahlreiche Blogs, auf denen meist junge Frauen von ihrer Leidensgeschichte berichteten und ihre Heilung mit Hilfe des Autoimmunprotokolls beschrieben. Ich war fasziniert und mir kamen die Tränen, wenn ich von den gesundheitlichen Entwicklungen der Bloggerinnen las. Ich wusste, das wollte ich auch.  Diese Entscheidung hatte ich nach wenigen Stunden Internetrecherche gefällt.

Natürlich war die Liste der verbotenen Lebensmittel zunächst überwältigend. In der Vergangenheit wurde mir aufgrund meines Reizdarmsyndroms empfohlen jeweils für eine gewisse Zeit auf Laktose, Fructose und Gluten zu verzichten. Jedes Mal fiel es mir sehr schwer. Und obwohl ich eine Erlösung von meinen gesundheitlichen Problemen wollte, konnte ich mir dennoch nicht so richtig wünschen, dass eine Intoleranz die Lösung dafür wäre. Zu sehr hatte ich Angst mich ernährungstechnisch einschränken zu müssen. Da das Weglassen bestimmter Lebensmittel bei mir jedoch keinerlei Beschwerdeminderung brachte, war ich überzeugt, keine Intoleranz zu haben, schließlich war mein Reizdarmsyndrom nach einem 3-wöchigen Magen-Darm-Infekt gekommen. Eine Intoleranz machte deshalb für mich sowieso keinen Sinn. Erst nachdem ich die Erklärungen für die Nahrungsmitteleinschränkungen bei AIP gelesen hatte – unter anderem auf der Seite der Paleo Mom – machte es für mich Sinn, dass mein Reizdarmsyndrom mit meiner Ernährung zusammenhing. Ja, ich weiß, für manchen mag es verrückt klingen, dass ich da vorher keine Verbindung hergestellt hatte, aber tatsächlich sind nur die wenigsten Ärzte der Meinung, dass es da einen Zusammenhang gibt. So war ich unter anderem zur Diagnostik in einem Krankenhaus, in dem aufgrund der Ausschlussdiagnostik die Diagnose Reizdarmsyndrom gestellt wurde. Die Oberärztin dort sagte mir daraufhin, dass wir zwar ein paar Lebensmittelintoleranztests machen könnten, dass sie aber nicht an Lebensmittelintoleranzen glauben würde. Und auch aus meiner Erfahrung reagierte ich nicht speziell auf bestimmte Lebensmittel. Wenn ich z.B. einmal besonders schlimme Beschwerden nach Nudeln mit Tomatensauce hatte, dann ließ ich dies eine Weile weg. Wenn ich es das nächste Mal aß, hatte ich meist keine Beschwerden, sodass es für mich einfach nicht so schien, als ob es einem Zusammenhang zum Essen gäbe.

Nun endlich verstand ich jedoch die Zusammenhänge und war so verzweifelt aufgrund meiner gesundheitlichen Probleme, dass ich bereit war, mich an die Vorgaben des Autoimmunprotokolls zu halten. Ich sagte mir, dass die Ernährung schließlich nur ein kleiner Teil des Lebens ist und dass eine Verbesserung meiner insgesamten Lebensqualität es mir wert wäre, mich in diesem Bereich einzuschränken. Außerdem sollte man ja nur mindestens 30 Tage so strikt essen und danach konnte man versuchen, wieder neue Lebensmittel einzuführen. Das war er mit wert. Dennoch zweifelte ich, wie ich damit zurechtkommen würde, denn ich liebte Süßigkeiten, Essengehen, Brot etc. und all dies sollte nun der Vergangenheit angehören. Ich fragte mich, ob ich, die vielleicht 2 x die Woche kochte und ansonsten meist Brot oder auswärts aß, dass alles packen würde. Ich fragte mich, ob ich auf Süßigkeiten verzichten könnte, denn ich aß eigentlich täglich Süßkram und bekam ansonsten Entzugserscheinungen. Aber ich war bereit, mich kurzerhand in das AIP-Abenteuer zu stürzen, denn ich wusste, so konnte es gesundheitlich nicht weitergehen.

Diesen AIP-Moment beschreiben auch andere BloggerInnen. Es ist der Moment, in dem die Verzweiflung aufgrund der gesundheitlichen Probleme so groß ist, dass man bereit ist, fast alles zu tun, damit es einem wieder besser geht. Es ist der Moment, in dem man erkennt, dass die Schulmedizin einen nicht wieder gesund macht, sondern nur Symptome unterdrückt. Es ist der Moment, in dem man möchte, dass es gesundheitlich endlich wieder bergauf geht. Und es ist der Moment, in dem einem erstmals eine Alternative angeboten wird, die zwar mit Arbeit verbunden ist, die aber Sinn ergibt und bei der man von anderen Betroffenen die Bestätigung erhält, dass es funktioniert.

Am 11. August stürzte ich mich also Hals-über-Kopf ins AIP Abenteuer. Ich hatte das Gefühl, keine Zeit mehr verlieren zu dürfen und entschied mich deshalb zu keinem langsamen Übergang, sondern von 0 auf 100 zu gehen. Ich verschenkte fast alle nicht AIP-konformen Lebensmittel, die ich gerade erst 2 Tage vorher gekauft hatte und füllte meine Schränke nun mit AIP-konformen Lebensmitteln. Es war eine große Umstellung für mich. Die letzten 12 Jahre hatte ich weitestgehend als Pescetarierin gelebt, sprich, ich aß kein Fleisch. Bestimmte bei AIP empfohlene Fleischsorten hatte ich wahrscheinlich noch nie in meinem Leben gegessen, z.B. Lamm oder Wild, denn schon als Kind war ich sehr mäklig was Fleisch betraf. Aber das war mir egal, ich kaufte mir ab dem ersten Tag AIP Fleisch und ab der 2. Woche sogar Innereien. Ich hatte aufgrund der Massentierhaltung aufgehört Fleisch zu essen. Glücklicherweise legen Paleoaner sehr viel wert auf vernünftige Tierhaltung, sodass der Fleischkonsum moralisch für mich kein Problem darstellte, wenngleich ich die Menge an zu verzehrendem Fleisch bei AIP grenzwertig finde. Aber für meine Gesundheit nehme ich auch das in Kauf. Erstaunlicherweise stellte ich fest, dass mir die meisten Fleischsorten recht gut schmecken, sodass deren Konsum keine größeren Probleme für mich darstellte. Und auch sonst lief die Ernährungsumstellungen sehr gut. Ich hatte nur sehr wenige Momente, in denen ich irgendetwas vermisste. Ich hatte keinen Heißhunger auf Süßigkeiten, ich vermisste weder Brot noch Nudeln noch Pizza. Stattdessen lernte ich jede Menge neue Lebensmittel kennen. Vorher kannte ich weder Pastinaken noch Mangold noch die Vielfalt an verschiedenen Kürbissen.

Probleme gab es dafür an für mich ganz unerwarteten Stellen. So stellte mich der zeitliche Aufwand in der Küche vor die größte Herausforderung, denn ich koche nicht besonders gerne. Und auch die Kosten einer AIP-konformen Ernährung sind nicht zu unterschätzen. Hinzu kommt die Menge an Nahrung die man zu sich nehmen muss, um genügend Kalorien aufzunehmen. Häufig hatte ich beim Essen keinen Appetit mehr, aber immer noch Hunger. Häufig verbrachte ich nicht nur Stunden beim Einkaufen und Kochen, sondern auch beim Essen selber. Während in unserer Gesellschaft die Angst vor zu viel Kalorien verbreitet ist, begann ich nun mir sorgen zu machen, ob ich abnehmen würde und ob ich genügend Kalorien zu mir nehmen könnte. Außerdem hatte ich mich noch nie mit dem Thema Ernährung beschäftigt, da ich immer recht schlank gewesen war. So musste ich erst lernen, in welchen Lebensmitteln wie viele Kohlenhydrate, Eiweiß, Kalorien etc. enthalten ist.

Das stellte mich vor allem in der ersten Woche vor eine echte Herausforderung. Vermutlich brachte ich meinen Körper in Ketose oder überforderte ihn einfach mit der viel zu geringen Zufuhr an Kohlenhydraten, da ich zunächst keine Ahnung hatte, was ich in welchen Kombinationen essen sollte. Stattdessen aß ich nach Lust und Laune bis ich Migräne bekam und nicht mehr Denken konnte. Glücklicherweise merkte mein Freund recht schnell, wo das Problem lag und gab mir ein paar Bananen zu essen, die meinen Zustand schnell verbesserten. Danach beschäftigte ich mich mit dem Thema der Zusammenstellung der Nahrungsmittel und hatte seit dem keinerlei Probleme mehr. Sogar die häufig beschriebene Entgiftungsphase blieb mir erspart. Stattdessen konnte ich bereits am 6. Tag von AIP meine Medikamente für mein Reizdarmsyndrom weglassen. Nach ca. 3 Wochen AIP hatte ich erstmals seit über 5 Jahren wieder normalen Stuhlgang (keinen Durchfall mehr), was bei mir wirklich einen Sturm der Begeisterung auslöste. Von diesem Punkt an war klar, dass AIP der richtige Weg für mich ist und das ich nie mehr darauf verzichten möchte.

Dennoch gibt es natürlich Momente, in denen ich mir wünschte, nicht so viel Zeit in der Küche verbringen zu müssen, nicht so viel Geld für Essen ausgeben zu müssen, nicht so eingeschränkt beim Verreisen und generell Unterwegssein zu sein. Denn mit AIP muss man immer planen, denn unterwegs kann man sich fast nichts kaufen, was den schnellen Hunger stillen kann. Und trotzdem möchte ich jedem Mut machen, der erwägt nach dem Autoimmunprotokoll zu essen. Ja, ihr seid nicht alleine mit euren Ängsten, dass ihr bestimmte Lebensmittel vermissen werdet. Ja, ihr seid nicht allein mit der Frage, wie ihr so viel Zeit in der Küche mit eurer Arbeit kombinieren sollt. Alle AIPler kennen diese Gedanken. Auch AIPler hatten nicht alle die besten Voraussetzungen um diese Umstellung zu meistern. Denkt nur an mich: Süßigkeitensüchtige, kochmufflige Pescetarierin steigt auf AIP-Ernährung um. Wenn ich das schaffe, schafft ihr das auch 😉

Tatsächlich muss ich sagen, dass ich mich durch AIP auch von meiner letzten Sucht, den Süßigkeiten befreien konnte. Schon seit Jahren trinke ich aufgrund meines Reizdarmsyndroms keinen Kaffee und keinen Alkohol mehr, nur die Süßigkeiten waren mir als Sucht geblieben und ich bin kein Sucht-Fan, sodass es mich störte, dass ich wirklich hibbelig wurde, wenn ich nach dem Essen keine Süßigkeiten als Nachtisch bekam oder wenn die Geschäfte schon zu hatten und ich keinen Süßkram zu Hause hatte. An Weihnachten war einer dieser Momente, an denen ich befürchtete, Süßigkeiten zu vermissen. Und tatsächlich hatte ich 1 oder 2 Momente an denen ich darüber nachdachte. Und dann wurde mir klar, dass ich früher, als ich noch Süßigkeiten essen durfte, viel mehr Momente hatte, in denen ich gerne Süßigkeiten gegessen hätte, aber es mir innerlich verbot. Einerseits wegen den Kalorien, andererseits weil Süßigkeiten ungesund sind. Aber auch, weil ich manchmal schon so viel Süßkram gegessen hatte, dass ich wusste, wenn ich noch mehr davon esse, wird mir schlecht. Diese Momente kennen bestimmt die meisten von uns. Man isst die Schokoladentafel, bis sie alle ist, weil jeder Bissen süchtig macht. Eigentlich fühlt man sich nach Süßigkeiten nie ganz befriedigt, weil man schon vor dem letzten Bissen weiß, dass man gerne noch mehr hätte. Und all das fällt bei mir jetzt einfach weg. Ich glaube, dass dies durch die komplette Ernährungsumstellung der Fall ist. Denn mein Körper und Geist war so damit beschäftigt sich auf die neuen Lebensmittel einzustellen, dass alte Gewohnheiten einfach wegfielen. Deshalb glaube ich auch, dass eine komplette Umstellung einfacher ist als eine schrittweise, zumindest für mich. Denn in der Vergangenheit wenn ich nur einzelne Lebensmittel weglassen sollte, habe ich so stark nach Ersatzprodukten gesucht, von denen ich dann immer enttäuscht war, dass mir das Weglassen einer einzelnen Lebensmittelgruppen wesentlich schwerer fiel als die komplette Umstellung zu AIP.

Und der wirkliche Aha- und Überzeugungseffekt kommt, sobald die Symptome nachlassen. Ab diesem Punkt möchte man die Lebensqualität die man durch AIP gewonnen hat nicht mehr missen. Für mich gehört dazu, dass ich endlich keine Medikamente mehr nehmen muss, von denen ich weiß, dass sie langfristig nicht gut für meinen Körper sind. Dass ich weiß, dass AIP ein Weg zu langfristiger Heilung ist, während Medikamente nur als kurzfristige Symptomunterdrücker agieren. Die emotionale Gewissheit, dass ich nun schwanger werden kann, weil ich keine Medikamente mehr nehmen muss, die mein Baby gefährden könnten. Gerade das Thema Fertilität und Schwangerschaft ist bei vielen Autoimmunerkrankten ein heikles Thema. Die einen dürfen aufgrund von Medikamenten nicht schwanger werden, Andere bekommen ihre Menstruation nicht oder nur unregelmäßig und müssen deshalb an ihrer Fruchtbarkeit zweifeln (z.B. viele Frauen mit Hashimoto), andere haben so schlimme Symptome, dass an eine Schwangerschaft nicht zu denken ist. Endlich zu wissen, dass eine Schwangerschaft in meiner nahen Zukunft möglich ist und dass ich auf dem Weg der Heilung bin hat meine Stimmung so stark verbessert. Vorher musste ich mit Depressionen kämpfen, jetzt schaue ich endlich wieder positiv – statt angstvoll – in die Zukunft. Denn ich merke, wie viel besser es meinem Körper geht.

Warum erzähle ich das hier alles?

Weil mir klar ist, dass eine so extreme Ernährungsumstellung wie die zu AIP Angst macht. Weil ich euch Mut machen möchte, es zu wagen. Weil ich häufig in Betroffenen-Gruppen und Krankheitsforen merke, dass Leute zwar Interesse an AIP haben, aber letztendlich meine Vorschläge immer wieder in den Hinterkopf verschoben werden und stattdessen Heilsversprechen mit Hilfe bestimmter Pillen oder mit Hilfe von Akkunpunktur o.Ä. vorgezogen werden. Jedes Mal, wenn ein Betroffener eine Phase hat, in der es gesundheitlich etwas besser geht, wird gesagt: Ach, ich bleibe erstmal bei dem was ich mache. Mir geht es ja schon besser.

Ich verurteile diese Gedankengänge nicht, ich kenne sie selber. Gerade im Moment soll ich meine AIP-Ernährung noch weiter einschränken, nämlich auch hoch FODMAP-haltige Nahrungsmittel weglassen. Auch ich habe gerade wieder diese Ängste: Werde ich das schaffen? Oder fühle ich mich damit zu eingeschränkt? Bekomme ich schlechte Laune, weil ich dann nur noch so wenige leckere Sachen essen darf? Warum gerade ich? Reicht die Einschränkung durch AIP denn nicht? Das hilft doch so vielen, warum hilft es mir nicht ausreichend?

Doch dann denke ich mir, dass andere das auch schaffen, also wird es mir auch möglich sein. Außerdem lässt meine Hoffnung auf weitere Heilung mich auch auf die Ergebnisse dieser weiteren Ernährungsumstellung freuen. Und vielleicht geht es mir dann ja wie nach 6 Monaten AIP: Ich denke, die Zeit ist verflogen und ich könnte problemlos noch weitere 6 Monate strikt nach dem Autoimmunprotokoll essen, ohne mich vom Essen unbefriedigt zu fühlen.

Das Fazit dieses langen Beitrags?

Die Angst vor einer Ernährungsumstellung ist ganz normal. Wir kennen sie alle. Und es ist durchaus gerechtfertigt erst andere Wege einzuschlagen. Vielleicht hilft diese oder jene Pille ja, vielleicht hilft dir ja Akunpunktur, vielleicht ist der Wunderheiler ja wirklich einer. Auch ich probiere parallel zur AIP noch andere Sachen. Gerade die Behebung von Mikronährstoffmängeln, das Suchen nach Parasiten, die Zusammenarbeit mit einem ganzheitlichen Mediziner und das Ausprobieren von Techniken wie Akupunktur, Meditation, Yoga etc. werden bei AIP empfohlen. Aber es sind Sachen, die man parallel zur Ernährungsumstellung ausprobieren kann. Denn wer eine Autoimmunerkrankung hat, hat ein erhöhtes Risiko weitere Autoimmunerkrankungen zu entwickeln. Eine einmal bestehende Autoimmunerkrankung geht nicht wieder weg und bestimmte Autoimmunerkrankungen zerstören Teile des Körpers, die nicht wieder repariert werden können (z.B. bei Hashimoto wird Schilddrüsengewebe zerstört). Wer diese Risiken mindern möchte, sollte umdenken. Mit AIP gibt es endlich eine von vielen Autoimmunerkrankten bereits erprobte Methode, die die Autoimmunprozesse im Körper anhalten kann. Es gibt endlich einen Weg um wieder ein gesundes Leben führen zu können. Es gibt die Möglichkeit, sein eigenes Leben und seine Gesundheit in die Hand zu nehmen, statt nur darauf zu hoffen, dass er nicht schlimmer wird. Was kann man verlieren wenn man AIP für 30 Tage ausprobiert? Ein wenig Geld und ein wenig Zeit. Doch was kann man gewinnen: Das Gefühl, dass der eigene Körper wieder geheilt werden kann. Das Gefühl, dass man seine Gesundheit selbst in der Hand hat. Einen Monat eine wirklich gesunde Ernährung ganz ohne Zucker, Zusatzstoffe etc. Und wenn man nach 30 Tagen keine Verbesserung gemerkt hat, kann man ja immer noch zurück switchen. Vielleicht merkt man ja dann den Unterschied.

Inzwischen weiß ich, dass wenn ich AIP oder Paleo früher gefunden hätte, ich die Entwicklung meiner zweiten Autoimmunerkrankung möglicherweise hätte verhindern können. Zudem hätte ich nicht jahrelang so stark unter meinem Reizdarmsyndrom leiden müssen und mir Sorgen über die Zukunft machen müssen. Doch mir hat niemand von Paleo erzählt, niemand hat gesagt: Probier es doch mal einen Monat, dann wirst du ja sehen was passiert. Was kannst du schon verlieren? Und deshalb möchte ich dieser jemand, der mir gefehlt hat, für euch sein. Denn im Nachhinein weiß ich, ich hätte mir Vieles ersparen können, hätte ich früher von AIP erfahren und es ausprobiert. Ihr habt bereits den Weg auf meinen Blog gefunden und ich möchte euch sagen: Ja, ich weiß, ihr habt Angst, aber probiert es aus. Es geht hier nur um 30 Tage, die ihr dem Ganzen eine Chance geben sollte. Ihr könnt nichts verlieren. Wenn es euch nicht hilft, könnt ihr nach den 30 Tagen wieder genau so essen wie vorher. Und wenn es euch hilft, dann wollt ihr sicherlich selber nicht mehr zurück. Und falls doch, ihr wisst dann wenigstens, dass es diese Option gibt und dass sie euch helfen kann.

PS: Falls ihr noch nicht so viel über AIP wisst, es ist eine Eliminationsdiät, bei der nach und nach eine Vielzahl von Lebensmitteln wieder eingeführt werden kann. Gluten und Soja sind die einzigen Sachen, die für immer weggelassen werden sollten.

Troubleshooten beim Autoimmunprotokoll

Gestern erwähnte ich es bereits auf meiner AIP-Facebookseite: Ich werde meine AIP-Ernährung leider noch weiter einschränken müssen, denn ich bin am Fehlersuchen und -beheben. Seit über 6 Monaten ernähre ich mich nun strikt nach dem Autoimmunprotokoll und es geht mir wesentlich besser als vorher. Die zwei Hauptpunkte, die sich verbessert haben: Meine Magen-Darm-Beschwerden durch mein Reizdarmsyndrom und meine Stimmung. Ich bin immer noch unglaublich zuversichtlich, dass das Autoimmunprotokoll der richtige Weg für mich ist und ich danke Gott dafür, dass ich es gefunden habe. Desweiteren werden meine Regelblutungsabstände kürzer und regelmäßiger, ich habe weniger Regel- und Kopfschmerzen. Auch der Juckreiz durch meine Haut-Autoimmunerkrankungen ist besser geworden. Dennoch sind meine AIs noch nicht zum Stillstand gekommen und ich habe jeden Abend einen Blähbauch. Mal mehr, mal weniger. Seit ein paar Wochen werde ich von einer ganzheitlichen Ärztin betreut, die sich mit dem Autoimmunprotokoll auskennt. Gemeinsam haben wir meine Mikronährstoffmängel aufdecken können und werden diese nun beheben. Außerdem wollen wir nun daran arbeiten, meine Magenschleimhaut wieder aufzubauen und ich werde beginnen Pankreasenzyme zu mir zu nehmen, die die Verdauung fördern sollen. Des Weiteren werde ich anfangen zu meditieren und eine Low-FODMAP-Diät ausprobieren. Dies scheint indiziert aufgrund meines Reizdarmsyndroms und des immer noch bestehenden Blähbauchs.
Wenn man sich die Liste der bei einer Low-FODMAP-Diät auszuschließenden Lebensmittel durchliest, dann liest es sich wie das WHO IS WHO meiner liebsten AIP-Nahrungsmittel. Deshalb stelle ich mir diese zusätzliche Einschränkung schwierig vor. Andererseits freue ich mich aber auch auf die gesundheitlichen Fortschritte, die ich mit Hilfe der Low-FODMAP-Diät erzielen kann.
Falls auch ihr beim Troubleshooten über das Thema Low-FODMAP stolpert, habe ich hier eine Liste für euch mit denjenigen Lebensmitteln, die im Autoimmunprotokoll erlaubt sind, bei einer Low-FODMAP-Diät jedoch gemieden werden sollten:

Gemüse Obst Andere Lebensmittel
Artichoke

Avocado

Blumenkohl

Broccoli

Butternusskürbis

Chicory-Wurzel

Fenchel

Kaiserschoten

Knoblauch

Kohl

Kokosnuss (auch Kokosnussmilch)

Lauch/Porree

Löwenzahn

Okra

Pilze

Radicchio-Salat

Rosenkohl

Rote Beete

Schalotten

Spargel

Stangensellerie

Süßkartoffel

Topinambur

Zucchini

Zuckerschote

Zwiebeln

Apfel

Aprikose

Banane

Birnen

Blaubeere

Brombeere

Datteln (frisch)

Feigen (frisch)

Fruchtsäfte (auch nicht im Gulasch?)

Grapefruit

Größere Mengen Obst pro Mahlzeit (vermutlich ab 100g)

Guave

Honigmelone

Khaki

Kirschen

Kiwi

Lychee

Mango

Nektarinen

Pfirsiche

Pflaume

Rambutan-Frucht

Trockenfrüchte

Wassermelone

Weintrauben

Honig

Ein weiterer Punkt, der beim Troubleshooten in Frage kommt, ist die Suche nach Fehlbesiedlungen (z.B. durch Candida oder eine Dünndarmfehlbesiedlung), nach Parasiten (z.B. Würmer oder H. Pylori) und nach zurückliegenden Infektionen (z.B. Borreliose).

Ich werde euch auf dem Laufenden halten, wie es bei mir voran geht. Gerade auch die Frage nach Supplementen u.Ä. mit verträglichen Zusatzstoffen werde ich in einem meiner nächsten Posts thematisieren.

Bis dahin wünsche ich euch ganz viel Erfolg mit dem Autoimmunprotokoll.

Ein Pfannkuchen ganz ohne Milch, Eier und Gluten? Gibt’s doch gar nicht! Doch, bei AIP! 😉

Zutaten
1 gelb-schwarze Kochbanane
1 Banane
1 getrichener TL Zimt
1 EL Kokosöl

ZubereituFeatured imageng:
Die Bananen schälen und in Scheiben schneiden. Zimt hinzugeben und alles zusammen pürieren. Kokosöl in einer Pfanne erhitzen. Die Teigmasse hineingeben und auf kleiner Flamme jeweils 10 Minuten pro Seite braten, bis der Pfannkuchen gold-gelb ist.